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Bannwald-Rodung für A380-Werft - was passierte im Wald ?
Begleitet von friedlichen Protesten der Bürger wird der Bannwald gerodet
Von: @cf <2005-09-27>
Der Tag X ist vorbei, die Rodung des Bannwaldes für die A380-Werft abgeschlossen. Am 27.09.2005 fiel der letzte Baum. Bürger äußerten Trauer und Wut über unnötige Zerstörung ihres Waldes. Bildbericht über die Ereignisse im (ehemaligen) Wald [abgeschlossen]
.

 

Der Tag X ist vorüber. Am 12. September hat Fraport mit der Rodung des Bannwaldes für die A380-Werft hat begonnen. Bürgerinnen und Bürger äußerten Trauer und Wut über die unnötige Zerstörung ihres Waldes durch Protestaktionen. Wir geben einen Überblick darüber, was im Wald passiert.

Aktuelle Nachrichten

Dienstag, den 27. September


Der Wald ist vollständig gerodet. Um 12:58 fiel die letzte Kiefer.
 
Die letzten 30 Bäume  Der letzte Baum


Montag, den 26. September

Der Wald ist jetzt bis auf ca. 200 Bäume gerodet. Die letzten Bäume sind wahrscheinlich bis morgen früh auch dran. Bilder: IG Oekoflughafen.

 

Das sind die letzten vom Bannwald übrigen Bäume

 

Hier war mal Wald. Jetzt: freier Blick bis zum Feldberg

Dienstag, den 20. September
Die friedliche Protestaktion von ROBIN WOOD wurde heute beendet. Gegen 14 Uhr 30 kletterten die drei ROBIN WOOD-Aktivisten von den Bäumen, die sie aus Protest gegen die Rodung des Walds für die A380-Halle 216 Stunden lang ununterbrochen besetzt gehalten hatten. Allen Dreien geht es gut. Die Baumfällmaschinen waren bis auf wenige Meter an die besetzten Bäume herangerückt.

*** DANKE *** an ROBIN WOOD und alle Unterstützer für ihren mutigen Einsatz für unseren Wald!

 

Ein Baumbesetzer ist wieder auf dem Boden und wird von Presse und Fernsehen umringt

 

Hier war vor einer Woche noch ein hundert Jahre alter Wald.

Montag, 19. September 2005

Schon 8 Tage halten die ROBIN WOOD Aktivisten nun auf den Bäumen aus. Den Umständen entsprechend geht es ihnen gut. Doch der Anblick, der sich ihnen von oben bietet, wird immer trauriger: der Wald ist jetzt schon fast gerodet. Nur noch der Teil um die besetzten Bäume ist verschont geblieben.

 

Das Baumcamp ist mittlerweile gut ausgestattet. Kalt ist es nachts trotzdem ...

 

Riesige Lücken im Wald. Man kann jetzt die CCT-Werft im Hintergrund sehen

Sonntag, 18. September

Die Baumbesetzer harren weiter aus. Im Wald findet ein "Kaffeestand" zur Unterstützung statt. Das Wetter ist zum Glück jetzt besser. Dafür stört der Fluglärm, der jetzt nicht mehr durch den Wald abgehalten wird. Außerdem strahlt Fraport nachts die Bäume mit Scheinwerfern an, sodass die "Bewohner" weder richtig schlafen noch zum Aufwärmen herumklettern können. Zum ersten Mal ist es gelungen einige Fotos "von oben" zu machen. Wer die letzten Reste des Waldes noch sehen will, sollte sich beeilen - es wird immer weniger. Bilder: IG Oekoflughafen.

 

Blick aus dem Baumcamp in luftiger Höhe auf den Kaffeestand

 

Eine einsame Baumgruppe wird von der Baumfäll-Maschine (rechts) bedroht

Freitag, 16. September

Die Baum-Aktivisten frieren wegen des grauenhaften Wetters, halten aber weiter aus. Wer kann, sollte übers Wochenende mal bei ihnen vorbeischauen, um Solidarität zu zeigen! Bilder: IG Oekoflughafen.

 

Die besetzten Bäume wurden mit einem Transparent geschmückt: Vorfahr für Naturschutz

 

Jetzt "aufgeräumt": trauriger Anblick von der Okrifteler Straße

Donnerstag, 15. September
In den Bäumen alles ok. Heute Abend gegen 21.00 Uhr wird der Künstler "Klaus, der Geiger" unter den Baumwipfeln der Aktivisten von Robin Wood im A380 Bannwald spielen.

Mittwoch, 14. September
Die drei ROBIN WOOD Aktivisten sitzen noch in den Bäumen. Es geht ihnen gut, sie werden von anderen Robin-Wood-Mitgliedern und Anwohnern versorgt. Die Unterstützer bleiben zum Teil auch nachts im Wald. Zur Zeit plant die Polizei angeblich keine Räumung.
Die Rodung geht derweil weiter, dabei kam man nach Aussagen von Beobachtern den besetzten Bäumen gefährlich nahe (bis auf 30m, erlaubt wären 70=doppelte Baumlänge). Morgen findet wieder ein gemeinsamer Waldspaziergang statt zur Betrachtung der aktuellen Situation statt, Treffpunkt: 18 Uhr am Radarturm. Bilder: IG Oekoflughafen.

 

Bild der Zerstörung an der Okrifteler Strasse

 

Aufräumarbeiten

Dienstag, 13. September 12 Uhr: Jetzt drei ROBIN WOOD Aktivisten auf den Bäumen

In der Nacht ist trotz der großen Polizeipräsenz ein dritter ROBIN WOOD Aktivist auf einen Baum geklettert. Die Rodung schreitet voran. Bilder: IG Oekoflughafen.

 

ROBIN WOOD Aktivist in seinem Baumnest in etwa 12m Höhe

 

Harvester nach getanem Zerstörungswerk

Montag, 12. September 17 Uhr: Demonstration im Wald

Etwa 800 Menschen nahmen am Abend an einem Demonstrationszug gegen die Abholzung des Bannwalds teil. Nach einer Auftaktkundgebung am Feuerwehrhaus Mörfelden zogen die Demonstranten friedlich mit Plakaten und Transparenten in den Wald zum Rodungsgebiet. Sie "besuchten" die beiden ROBIN WOOD Aktivisten, die immer noch auf zwei Bäumen sitzen, und sprachen ihnen ihre Solidarität und Unterstützung aus. Fraport hat den Zaun an dieser Stelle versetzen lassen, sodass die besetzten Bäume zur Zeit außerhalb des Zaunes sind. Dies ist allerdings nur eine taktische Maßnahme, denn die Bäume werden natürlich später trotzdem gerodet. Danach marschierte der Demonstrationszug weiter entlang des Zauns und entlang der Okrifteler Straße zurück zum Ausgangspunkt. Fackeln erhellten auf dem Rückweg die inzwischen eingebrochene Dunkelheit.

Mehrere Hundertschaften von Polizisten standen entlang des Zauns, stellenweise alle 3 Meter einer - Fort Knox könnte nicht besser bewacht sein. Die Polizisten waren jedoch ganz überwiegend freundlich, manche unterhielten sich sogar mit den Demonstranten. Vielleicht fragen sich einige von ihnen auch, was der riesige Aufwand angesichts der völlig friedlichen Demonstranten eigentlich soll ...

Rodungsarbeiten bekamen die Demonstranten nicht zu Gesicht, Fraport hat am anderen Ende des Gebietes damit angefangen. Tiefer im Wald konnte man bei einbrechender Dunkelheit einen Harvester (Baumrodungsmaschinen) erkennen, von Flutlicht taghell angestrahlt. Zum Zeitpunkt der Demonstration waren aber keine Sägen in Betrieb. Offensichtlich will Fraport lieber roden, wenn keiner dabei ist.

Montag, 12. September morgens: Rodung hat begonnen

Die beiden ROBIN WOOD Aktivisten haben die Nacht im Baum gut überstanden und wollen erst einmal dort bleiben. An frühen Morgen bricht eine Gruppe mit Fahrrädern in den Wald auf, um die beiden zu unterstützen. Monika Lege, Verkehrsreferentin von ROBIN WOOD:"Die friedlichen Proteste zeigen, wie stark der Widerstand gegen die Waldzerstörung vor Ort ist“.

Die Rodung hat begonnen, aber noch nicht in großem Ausmaß. Offenbar werden kleinere Bäume mit den "Harvestern" vollautomatisch gerodet, während wertvolle alte Eichen manuell gefällt werden.

Sonntag, 11. September (18:00):

Mehrere hundert Menschen demonstrieren am Sonntag Nachmittag mit einem "Sonntagsspaziergang" gegen die drohende Rodung des Bannwaldes protestiert. Die evangelischen Kirchengemeinden Mörfelden und Walldorf veranstalten ein Trauerritual für die zum Tode verurteilten Bäume.

Zwei ROBIN-WOOD-Aktivisten haben am Nachmittag zwei Bäume im Rodungsgebiet besetzt. Gegen Abend passen etwa 100 Polizisten auf 100 Bürger auf, die sich im noch im Wald befinden

Samstag, 10. September:
Weiterhin viel Security-Personal und Polizei im Wald, aber alles ruhig.

Freitag, 9. September: Zaun wird aufgestellt
Der Bauzaun ist aufgestellt, in kurzen Abständen steht dahinter Security-Personal von Fraport. Abends zahlreiche Menschen im Wald, massive Polizeipräsenz, aber keine Zwischenfälle.

Berichte über den Tag X bis zum 12. September finden Sie hier:

Was tut sich aktuell im Wald? Bildberichte täglich neu!

Bildberichte mit Erläuterungen findet man bei IG-Oekoflughafen.de - jetzt wieder täglich aktuell:

!! Danke !! an den Beobachter für seinen unermüdlichen Einsatz, die Vorgänge im Wald für alle transparent zu machen!

Bannwaldrodung: die Vorgeschichte

Themen hierzuAssciated topics:

A380 -Werft Protest­ver­an­stal­tungen Bannwald Natur erhalten

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