ZRM: Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM)
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Es könnte leiser sein, doch Geld ist wichtiger
Von: @ZRM EXTRABLATT <2014-04-10>
Die Prognosen, mit denen der Ausbau des Flughafens begründet wurde, sind nicht eingetroffen. Die Zahlen zeigen: weder die Landesbahn Nordwest noch das Terminal 3 sind notwendig.

Von den Prognosen, mit denen der Ausbau des Flughafens im Wesentlichen begründet wurde, ist keine eingetroffen. Die aktuellen Zahlen belegen: Der Bau der Landebahn Nordwest ist nicht notwendig gewesen.

Die Graphik und die Tabelle belegen, wie sehr die Wirklichkeit und die Prognosen der Fraport auseinander klaffen.

Von den Prognosen, mit denen der Ausbau des Flughafens im Wesentlichen begründet wurde, ist keine eingetroffen. Die aktuellen Zahlen belegen: Der Bau der Landebahn Nordwest ist nicht notwendig gewesen.

Mehr als 70 Millionen Passagiere hätte es 2013 am Frankfurter Flughafen geben sollen. Doch die Realität hielt nicht Schritt mit der 2006 gemachten Ankündigung der Fraport. In Wirklichkeit wurden im vergangenen Jahr nur 58 Millionen Fluggäste gezählt. Die prophezeiten Wachstumsraten erweisen sich als Utopien. Das gilt auch für die Zahl der Flugbewegungen. Laut Fraport hätten es im vorigen Jahr 588.000 sein sollen. In Wahrheit waren es nur knapp 473.000 – und somit sogar noch fast 17.000 weniger als im Jahr 2005. Auch für die Zukunft ist nicht absehbar, dass deutlich mehr Kapazitäten auf Rhein-Main benötigt würden. 520.000 Flugbewegungen sind am Airport auch ohne die Landebahn Nordwest problemlos abzuwickeln. Das beweist: Die neue Betonpiste wird nicht gebraucht.

Schon während der Genehmigungsphase für die Landebahn war absehbar, dass die Ausbau-Argumentation der Fraport auf veraltetem Datenmaterial, willkürlichen Grenzwerten und überholten Annahmen basierte. Trotz aufkommender Wirtschaftsrezession und steigenden Ölpreisen wurde unverdrossen an den Ausbauplänen festgehalten.

Selbst jetzt geben Fraport und Landesregierung ihre Fehleinschätzungen nicht zu. Stattdessen wird versucht, den Flughafenausbau im Nachhinein wirtschaftlich zumindest halbwegs rentabel zu machen. Mit ihrem „Incentive Programm FRAConnect“ hat die Fraport ein Rabattsystem eingeführt, um die Zahl der Flugbewegungen nach oben zu treiben.

Es könnte in der Region leiser sein. Doch damit ist kein Geld zu verdienen. Die lärmgeplagte Bevölkerung zahlt die Zeche für Wirtschaftsinteressen. Der nächste Irrsinn, den Fraport plant, ist der Bau des Terminals 3. Wie die Zahlen des Passagieraufkommens und der Flugbewegungen belegen, gibt es keinen Bedarf für ein solches Bauwerk, für das wieder hektarweise Wald gerodet werden muss. Doch die Fraport hält auch dieses Mal an dem Projekt fest, weil sie schon jetzt mehr Geld mit den Einnahmen aus der Vermietung von Gebäudeflächen für Läden und Büros verdient als mit ihrem eigentlichen Kerngeschäft, dem Betrieb des Flugverkehrs.

Die Initiative Zukunft Rhein-Main lobt die Standhaftigkeit der Gemeindevertretung von Trebur (Kreis Groß-Gerau), die einen Verkauf jener Waldfläche abgelehnt hat, die von Fraport für den Bau des Terminals 3 benötigt wird. Nun droht Trebur die Enteignung durch das Land. Die Zerstörung der Natur und unseres Lebensraumes durch den Flughafenausbau soll also weitergehen.



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EXTRABLATT Zukunft Rhein-Main (ZRM) Flughafen-Kapazität

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