ZRM: Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM)
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Das geplante Terminal für Billigflieger widerspricht den Ausbauzielen
Von: @ZRM Info <2018-03-26>
Spätestens 2020 will Fraport eine Abfertigungshalle für die Kunden von Billigfliegern in Betrieb nehmen. Die ZRM hält eine Genehmigung dafür für rechtswidrig.

Spätestens 2020 will Fraport eine Abfertigungshalle für die Kunden von Billigfliegern in Betrieb nehmen. Der Bauantrag für diesen Flugsteig G liegt in der Frankfurter Stadtverwaltung. Eine Genehmigung wäre rechtswidrig, mahnt die Initiative Zukunft Rhein-Main.

Rund 200 Millionen Euro reserviert der Flughafenbetreiber für den Bau des Flugsteiges G. Er hat Ende 2017 den Bauantrag für diesen vorgezogenen Teil des geplanten Terminals 3 gestellt, das 2023 auf dem Gelände der früheren US-Airbase am Südrand des Flughafens entstehen soll. Er ist auf der Grafik blau markiert und soll schon Anfang 2020 inmitten der Terminal 3-Großbaustelle in Betrieb gehen, damit Ryanair & Co. zusätzlich bis zu fünf Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen können. Dieser Flugsteig G soll jahrelang trotz fehlender Anbindung per Auto, S-Bahn oder selbstfahrendem »Skytrain« betrieben werden.



Das Billigflieger-Terminal widerspricht den Ausbauzielen für den Flughafen, meinen die Mitgliedskommunen der Initiative Zukunft Rhein-Main (ZRM). Wegen viel zu optimistischer Prognosen über das Wachstum des Flugverkehrs setzt Fraport auf Low-Cost-Verkehre, um mit dieser künstlich erzeugten Nachfrage die Überkapazitäten zu füllen, sind sich die ZRM Sprecher einig. Für die ZRM hat der Münchener Fachanwalt Martin Schröder auf 23 Seiten dargelegt, warum das Billigflieger-Terminal nicht genehmigungsfähig ist.

Dies allein schon deshalb, weil im Planfeststellungsbeschluss für den Flughafen-Ausbau aus dem Jahr 2009 kein Billigflieger-Terminal erwähnt ist. In den Antragsunterlagen von Fraport war damals keine nennenswerte Steigerung des Billigflieger-Segments benannt. Im Planfeststellungsbeschluss war nur von einer Zunahme um rund 1,9 Prozent die Rede, so die vier ZRM-Sprecher. Erst nachträglich setzte Fraport auf mehr Billigflieger. Im Januar landete allein Ryanair schon 518 Mal in Frankfurt.

Das widerspricht dem Ausbauziel aus der Planfeststellung. Der Flughafen soll demnach in seiner Rolle als Drehscheibe (englisch: Hub) für den internationalen Flugverkehr gestärkt werden. Doch die Billigflieger setzen auf Direktverbindungen in alle möglichen Urlaubsländer. Um das Argument zu entkräften, schufen die Befürworter des Flugsteigs G prompt den Begriff des »Self-Hubbing«: Die vielen Tausend Billigflieger-Kunden würden ja selbstorganisiert von anderen Orten oder Flughäfen anreisen und FRA so zur Drehscheibe machen.

Wie auch immer: Selbst die von der Landesregierung engagierten Gutachter räumen ein, dass die Anbindung des Flugsteigs G problematisch ist. Unklar ist, wo die Autos der fünf Millionen Passagiere parken sollen. Zweifelhaft ist zudem, ob umsteigende Fluggäste rechtzeitig zum Flugsteig G kommen. In Frankfurt gilt eine Mindest-Umsteigezeit von 45 Minuten – von der Landung bis zum Start des nächsten Fliegers. In dieser Zeit müssen die Menschen und ihr Gepäck durch mehrere Kontrollen und per Bus-Shuttle vom kilometerweit entfernten Terminal 1 oder 2 zum Flugsteig G gebracht werden. Die Shuttle-Route soll dabei auch über die A5 verlaufen. Wenn die verstopft ist, sind Verspätungen vorprogrammiert.




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