ZRM: Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM)
Diese Seite wird momentan im vereinfachten Darstellungs- und Betriebsmodus präsentiert. Details >>
Pleiten, Pech und Pannen: Peinliche Organisation zum Auftakt der Erörterung zur A-380-Werft
Pressemitteilung vom 15.01.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-15>
1.200 Bürgerinnen und Bürger begehren Einlass: Garny-Halle in Mörfelden-Walldorf zu klein für alle Einwender
Auftakt wird morgen wiederholt: nur wie?
Handgreiflichkeiten und rauhe Sitten: "Herzlicher" Empfang durch "Security-Personal" sorgt für Verstimmung
Befangenheitsanträge gegen Versammlungsleiter Bickel

"Wir sind das Volk! Wir sind das Volk!", schallt es vernehmlich durch die Garny-Halle im Gewerbegebiet Mörfelden-Walldorf. Die Bürger und Einwender gegen den Bau der A-380-Werft - rund 1300 bis 1400 dürften vor Ort persönlich erschienen sein, viele Tausend lassen sich vor Ort durch Rechtsanwälte vertreten - machen sich deutlich und laut bemerkbar.

Die hohe Zahl der anwesenden Einwender wird dafür sorgen, dass die Tagesordnung am Tag zwei – morgen, Freitag, 16. Januar 2004 – die gleiche sein wird wie heute, da die Kapazitäten des Saales nicht ausreichend waren, um allen Bürgern Einlass zu ermöglichen. Die Frage ist nur: Wie soll diese Wiederholung aussehen? Explizite Erläuterungen bleibt die Versammlungsleitung schuldig.

Die Vergangenheit des Gemäuers - eine ehemalige Tresorfabrik im Gewerbegebiet Mörfelden-Walldorf - ist wohl gewählt: Die Situation vor Ort gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Im Umfeld die Polizei, am Einlass macht sich der Sicherheitsdienst durch überaus rustikales und wenig sympathieheischendes Auftreten (der juristische Vertreter Kelsterbachs, Dr. Fislake, forderte für das Kontrollpersonal folgerichtig "eine grundlegende Einweisung in elementare Grundsätze europäischer Zivilisation") durch dieses Auftreten allseits viele Freunde.

Viele Beteiligte kritisierten die Verfahrenweise: "Wie beim Rodeo im früheren Osten. Ein Skandal."
Rangeleien, Handgreiflichkeiten, lautstarke Auseinandersetzungen und "freundliche Ansprache" durch das schwarz gewandete Personal an den Eingängen.

Der Landrat des Kreises Groß-Gerau, Enno Siehr, benötigt geschlagene 90 Minuten, um in die Halle zu kommen - und gibt auf. Der juristische Vertreter der Landeshauptstadt Mainz, Dr. Schröder, findet sich kurzzeitig in der "Clearing-Stelle" - und wird dort auf "Herz und Mandat" geprüft - viele Facetten einer insgesamt schlicht peinlichen Organisation: Pleiten, Pech und Pannen. Die folgerichtig in Befangenheitsanträge gegen den Versammlungsleiter, Bickel, münden.

Dieser hatte die Veranstaltung nach einstündiger Verspätung nach einer immerhin ausführlichen Entschuldigung für die bereits zahlreich zu beklagenden Mängel – unter anderem war die Printpresse zugelassen, die Vertreter von Rundfunk und Fernsehen nicht - nach Sprechchören der Bürger erneut für eine Stunde unterbrochen.

Diese fraglos als Disziplinierung der Einwender zu verstehende Unterbrechung führte neben allen anderen unhaltbaren, teils schon annähernd skandalösen Umständen dieses ersten Tages zu zahlreichen Beschwerden, die das Kalkül dieses Schrittes zum Inhalt hatten. "Demokratisch ist das nicht", wird dieser Schritt draußen während der erneuten Zwangspause kommentiert. Mancher Bürger wandert verärgert ab. Mancher Anwalt wird deutlicher: "Sie wollen die Einwender, die Bürger, mürbe machen. Das hat Methode."

Zahlreiche Juristen - gerade auch die Vertreter der Zukunftsinitiative Rhein-Main - betonten nachdrücklich, dass die Einrichtung der A-380-Werft den Eintritt in den Ausbau durch die Hintertür darstelle und allein der Befriedigung der Interessen des Ausbaubetreibers entspreche. Er sei zugleich in keinem Falle ausbauunabhängig zu definieren, sondern elementarer Bestandteil der Gesamtausbauplanung. Ein getrenntes Verfahren, wie es in Mörfelden-Walldorf gerade erfolge, sei mithin nicht hinnehmbar.
Themen hierzuAssciated topics:

ZRM-Pressemitteilungen PFV A380-Werft Mainz Press Releases

Das könnte Sie auch interessierenFurther readings:
ZRM fordert Abschaffung des Rabatt-Systems der Fraport
Pressemitteilung vom 24.07.2018
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2018-07-24>
Die Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) fordert, das von Fraport festgelegte Rabattsystem, das zum "Anlocken" neuer Airlines dienen soll, abzuschaffen. Man müsse nicht noch mehr Flugverkehr in die schon jetzt unerträglich verlärmte Rhein-Main-Region ziehen.   Mehr»
ZRM für Novellierung des Fluglärmgesetzes - mehr aktiven Schallschutz
Pressemitteilung vom 03.07.2018
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2018-07-03>
Die Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) fordert, das Fluglämgesetz nicht nur zu evaluierten, sondern im Sinne der lärm­betroffenen Bevölkerung zu novellieren. Die Gewichtung des aktiven Schall­schutzes sollte erhöht werden.   Mehr»
ZRM fordert Überarbeitung des Landesentwicklungsplans
Pressemitteilung vom 13.02.2018
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2018-02-13>
Die Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) ist mit dem Entwurf des Landes­entwicklungs­plans nicht zufrieden. Besonders bei der Festschreibung der Lärm­obergrenze und denRegelungen zur Siedlungs­beschränkung müsse nachgebessert werden.   Mehr»
ZRM: "Billigflugsteig ist nicht genehmigungsfähig"
Pressemitteilung vom 21.11.2017
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2017-11-21>
Die Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) kommt nach Auswertung eines entsprechenden Gutachtens zu dem Schluss, dass der Planfest­stellungs­beschluss den von Fraport beantragten Flugsteig G für Billigflieger nicht abdeckt.   Mehr»
ZRM zum Landesentwickungsplan: "Fluglärmschutz hat Priorität"
Pressemitteilung vom 20.06.2017
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2017-06-20>
Die Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) bewertet die 3. Änderung des hessischen Landes­entwicklungs­plans, die aktuell zur Stellungnahme öffentlich ausgelegt ist, und nennt zusätzliche Anforderungen.    Mehr»
ZRM zu Lärmobergrenzen: "Schritt in die richtige Richtung"
Pressemitteilung vom 30.09.2016
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2016-09-30>
Die Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) sieht im Konzept der Landes­regierung für Lärm­ober­grenzen eine Schritt in die richtige Richtung. Die ZRM fordert aber, dass das Lärmniveau bei stagnierenden Starts und Landungen weiter sinken muss.   Mehr»
ZRM zu Lärmobergrenzen: Es muss leiser werden!
Pressemitteilung vom 26.04.2016
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2016-04-26>
Die Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) spricht sich für die Einführung wirksamer Lärm­obergrenzen aus und hat dafür jetzt Kriterien formuliert. Dabei muss es in der Region leiser werden: eine zentrale Forderung von ZRM ist die Fluglärm­reduzierung um 0,4 Dezibel pro Jahr.   Mehr»
ZRM: "Ergebnisse der NORAH-Studie ernst nehmen !"
Pressemitteilung vom 27.11.2015
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2015-11-27>
Die ZRM-Podiumsdiskussion zur NORAH-Studie machte deutlich, wie groß die deutlich, wie groß die Bedeutung der Gesundheits­risiken durch Fluglärm für die Menschen in der Region ist . Nun sind Politik und Luft­verkehrs­wirtschaft gefordert: es muss leiser werden!   Mehr»
ZRM: "In der Region muss es leiser werden!"
Pressemitteilung vom 30.10.2015
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2015-10-30>
Die Ergebnisse der NORAH-Studie alarmieren die Mitglieder der Initiative "Zukunft Rhein-Main". Sie fordern Politik und Luftverkehrswirtschaft auf, ihre Anstrengungen zur Verringerung des Lärms und der Schadstoffe erheblich zu verstärken und das Nachtflug­verbot auf 22-6 Uhr auszudehnen.   Mehr»
Initiative „Zukunft Rhein-Main“ kritisiert Beschluss zum Fluglärm:
"Es muss endlich leiser werden"
Pressemitteilung vom 05.02.2019
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2019-02-05>
Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Bundesregierung bereits vorliegende Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung für einen besseren Lärmschutz im Gesetz nicht verankert, sondern die so wichtige Anpassung des Fluglärmgesetzes auf die lange Bank schiebt.   Mehr»
"Auch ein Sieg für unsere Region"
Pressemitteilung vom 04.10.2001
Von: @Zukunft Rhein-Main <2001-10-04>
   Mehr»
Appell der "Aktion Zukunft Rhein-Main":
A380-Halle: So nicht !
Von: @Zukunft Rhein-Main <2003-09-24>
   Mehr»
Kreis Groß-Gerau: Unfreundlicher Akt gegen Region
Verwaltungsgerichtshof gewährt Fristverlängerung (PM vom 16.12.2008)
Von: @Kreis Gross-Gerau <2009-01-21>
Als "unfreundlichen Akt gegen die Menschen in der Region" bezeichnete Landrat Enno Siehr den heutigen Beginn der Rodungsaktionen im Kelsterbacher Wald.   Mehr»
ZRM: Ist der von Fraport geplante Flugsteig für Billigflieger zulässig?
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2017-11-14>
In einem Gutachten für die Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) wird untersucht, ob eine Baugenehmigung für den von Fraport beantragten Low-Cost-Carrier-Flugsteig zulässig ist.   Mehr»
ZRM: Lärmminderungskonzept stellt Mindestforderungen dar!
Pressemitteilung vom 23.04.2013
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2013-04-25>
Die Initiative Zukunft Rhein-Main hat ein eigenes Lärm­schutz­konzept mit ihren Mindest­anforderungen gegen die Fluglärm­belastung vorgestellt und fordert die verant­wortlichen Stellen zur Umsetzung auf.    Mehr»
Vogelschlaggefahr würde sich dramatisch erhöhen
Störfallkommission muss zusätzliches Risiko berücksichtigen
Von: @Zukunft Rhein-Main <2003-12-01>
   Mehr»
Aktion "Sicherheitsrisiko" am 9. Januar
Pressemitteilung vom 05.01.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-05>
   Mehr»
Erörterungstermin A380-Wartungshalle: Zukunft Rhein-Main will Alternativ-Konzept
Pressemitteilung vom 14.01.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-14>
   Mehr»
Sicherheitsrisiken: TÜV-Gutachten bestätigt Position der Region
Pressemitteilung vom 14.01.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-14>
   Mehr»
Realisierung der A380-Werft auf vorhandenem Areal innerhalb des Zaun ist machbar
Pressemitteilung vom 20.01.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-20>
   Mehr»
PFV A380-Werft: ZRM fordert Abbruch des Verfahrens
"Erörterung zur Schaufensterveranstaltung mutiert"
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-23>
   Mehr»
ZRM zum Votum der Störfall-Kommission: "Gute Entscheidung für die Menschen in der Region"
Pressemitteilung vom 18.02.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-02-18>
   Mehr»
Risikoanalysen greifen zu kurz
Pressemitteilung vom 10.04.2003
Von: @Zukunft Rhein-Main <2003-04-10>
   Mehr»
Die Bildrechte werden in der Online-Version angegeben.For copyright notice look at the online version.

Bildrechte zu den in diese Datei eingebundenen Bild-Dateien:

Hinweise:
1. Die Bilder sind in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens (im Quelltext dieser Seite) angeordnet.
2. Beim Anklicken eines der nachfolgenden Bezeichnungen, wird das zugehörige Bild angezeigt.
3, Die Bildrechte-Liste wird normalerweise nicht mitgedruckt,
4. Bildname und Rechteinhaber sind jeweils im Dateinamen des Bildes enthalten.