ZRM: Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM)
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Räumt Ticona den Platz für die Nordwestbahn?
Für 650 Millionen Abfindung soll das Werk angeblich geschlossen werden
Von: @cf <2006-11-29>
Die Ticona hat sich angeblich mit Fraport und der Landesregierung darauf geeinigt, das Werk in Kelsterbach gegen Zahlung einer Entschädigung zu schließen.

Nach Presseberichten wird Ticona das durch die geplante Nordwestbahn gefährdete Werk Kelsterbach gegen Zahlung einer Entschädigung schließen und nicht gegen den Ausbau klagen. Angeblich haben sich Ministerpräsident Koch, Fraport und das Management der Ticona auf einen Betrag von 650 Millionen geeinigt.

Während die Frankfurter Rundschau von einem Umzug des Werkes auf das Gelände von Infraserv in Hoechst ausgeht, meinte hr-online, das Werk solle in Ostdeutschland neu errichtet, die Mitarbeiter von Fraport in einer Beschäftigungsgesellschaft übernommen werden (was weniger wahrscheinlich erscheint). Damit wäre der wohl größte Stolperstein für die Ausbaupläne aus dem Weg geräumt.

Schon seit längerer Zeit wird vermutet, dass zwischen Fraport und Ticona über die Summe verhandelt wird, für die Ticona das Werk freiwillig räumen würde - auch wenn Ticona nach außen immer behauptet hatte, man wolle den Standort Kelsterbach auf keinen Fall aufgeben. In den letzten Tagen kursierten bereits Gerüchte über eine bevorstehende Einigung. Weder Fraport noch Ticona wollten sich heute dazu äußern.

Die Entwicklung bestätigt die Ansicht der Ausbaugegner, dass die Ticona ein ernsthaftes Problem für die Ausbaupläne darstellt. Fraport und Landesregierung hatten bisher zwar immer betont, das Risiko, das Chemiewerk direkt hinter einer Landebahn Nordwest betrieben, sei vertretbar. Für den Fall des Falles hatte Ministerpräsident Koch mehrfach mit Enteignung des Werkes gedroht. Offenbar hielt man das Risiko, dass eine Klage wegen Verletzung der Seveso-Richtlinie oder ein eventuelles Enteignungsverfahren die Nordwestbahn verhindern oder zumindest stark verzögern könnte, intern aber doch für zu groß. Falls es bei der genannten Summe bleibt, würden sich die Kosten des Ausbaus von 3,2 auf fast vier Milliarden erhöhen.

Der Kelsterbacher Bürgermeister Engisch sagte zu den Gerüchten, er sei "maßlos enttäuscht". Die Vorfestlegung von Ministerpräsident Koch auf die Nordwestbahn habe sich als grundfalsch erwiesen. Nun müsse vermutlich auch noch der Steuerzahler die Zeche für den Umzug der Ticona bezahlen, meinte Engisch. Die Stadt Kelsterbach würde bei einer Schließung des Werkes 1000 Arbeitsplätze und einen wichtigen Gewerbesteuerzahler verlieren.



Achtung: Dies ist eine Voab-Information. Ticona geht wirklich - mehr dazu im aktualisierten Beitrag


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Ticona Entschädigung Fraport AG Hessische Landesregierung Absturz-Gefahr Kosten des Ausbaus FRA

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