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By design or by disaster – die Corona-Krise nutzen, um Fehlentwicklungen zu korrigieren
Denkanstoß: Den Wandel gestalten statt „zurück zum Alten“
Von: @ZRM Info <2021-05-05>

Es wird in diesen Tagen viel darüber diskutiert, wie man den Luftverkehr nach Corona neu ausrichten kann, um ihn an nachhaltige, umwelt- und klimaschutzorientierte Erfordernisse anzupassen. Viele Forderungen sind nicht neu und breit gefächert. Sie reichen von der Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn, der Streichung von Subventionen im Luftverkehr bis hin zu Maximalforderungen nach endgültiger Bahnstillegung, Baustopp von T 3 oder der Wiederaufforstung nun doch nicht benötigter Bannwaldflächen am Frankfurter Flughafen. Dem entgegen stehen die Interessen der Luftverkehrsindustrie, die alles dafür tun wird, das Wachstum der Branche nach der Pandemie kräftig anzukurbeln. Projekte und Initiativen, die auf Nachhaltigkeit, Lärm- und Klimaschutz abzielen, dürften es daher in Zukunft noch schwerer haben. Bestehende Regelungen zum Schutz der Bevölkerung drohen auf den Prüfstand gestellt zu werden. Versuche, sich auf Bundesebene der Frage nach einer zukünftigen Ausgestaltung und Neuausrichtung des Flugverkehrs nach der Pandemie zu widmen, laufen ins Leere.

Im Grunde ist es ganz simpel – die Nachfrage entscheidet über das Angebot. Werden weiterhin billige und immer häufiger Flugreisen nachgefragt, wird sich das Karussell aus Rabattprogrammen, Billigairlines, Dumpinglöhnen, Naturzerstörung, Flächenfraß, Lärmbelastung und Gesundheitsgefährdung immer weiter und immer schneller drehen. Würde ein Flugticket eine Steuer auf Kerosin und den Klimaeffekt des Fliegens berücksichtigen, müsste es fünfmal mehr kosten als bislang. Für einen Flug nach Mallorca beispielsweise kämen dann 300,00 € hinzu. Darin sind die übrigen externalisierten Kosten des Fliegens noch nicht einmal eingepreist.

Die Coronakrise hat, wenn man so will, die Luftverkehrsbranche zur Notlandung gezwungen. Gleichzeitig liegt in ihr aber auch die Chance für einen Perspektivwechsel. „By design or by disaster“ – wollen wir die Krise managen oder managt die Krise uns? Forcieren wir Innovationen für leiseres und emissionsärmeres Fliegen oder arbeiten wir nur daran, dass alles schnellstmöglich wieder so wird wie früher?

Kluge Vorschläge und Ideen, wie der nachhaltige Flugverkehr der Zukunft aussehen kann, liegen auf dem Tisch. Mit etwas Pioniergeist und politischem Willen kann es gelingen, eine Reduzierung der durch den Luftverkehr verursachten Umwelt- und Klimaschäden zu bewirken. Damit das Fliegen am Ende nicht doch die Welt kostet.


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