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Pressemitteilung des BBI:
Strengere Regeln am Flughafen sind zumutbar
Von: @Bündnis der Bürgerinitiativen <2020-12-23>

Händeringend bitten Politik und Behörden im Zuge der sich verschärfenden Covid-19 Pandemie die Bürgerinnen und Bürger um Reduzierung ihrer Kontakte. Besorgt beobachten die Behörden, ob die Mobilität abnimmt, was ein Zeichen für weniger Kontakte wäre.

Warnungen von Virologen vor einer 2. und weiteren Infektionswellen, sowie signifikanten Mutationen des Virus gibt es seit dem Frühjahr.

Die Max Planck Gesellschaft wies bereits 2004 auf die Risiken der globalen Vernetzung für die Ausbreitung von hochvirulenten Krankheitserregern hin. Aufgrund der hohen Mobilität in modernen Gesellschaften, insbesondere durch den internationalen Flugverkehr, können sich diese rasend schnell über alle besiedelten Gebiete der Erde ausbreiten.

Die Luftverkehrsindustrie befindet sich allerdings anscheinend auf einer Insel der Seligen und ignoriert wider besseres Wissen die Gesundheitsgefahren für die Menschen, weil für sie der Sturz in den wirtschaftlichen Abgrund gefährlicher erscheint. So ist die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) allen Ernstes der Meinung, dass es bei Fluggästen geringere Infektionsraten gibt als in der Allgemeinbevölkerung.

Die Zahlen des DRK Testzentrums am Flughafen Frankfurt widerlegen diese Aussage. Zwischen Ende Juli und dem 18. Dezember wurden dort 235000 Tests durchgeführt mit 8000 positiven Ergebnissen.

Trotzdem gibt es bundesweit für Reiserückkehrer keine verpflichtenden Tests mehr, nur auf Aufforderung des Gesundheitsamts muss sich ein Reiserückkehrer testen lassen. Ist die neue Mutation des Corona Virus bereits per Flugzeug aus Groß Britannien eingereist? Wegen der mangelhaften Überwachung von Reiserückkehrern wissen wir es nicht und die neue, deutlich ansteckendere Mutation befindet sich möglicherweise schon auf ihrem Weg um die Welt.

Es gibt keinen Grund einigen Wenigen bequemes Reisen zu ermöglichen indem auf Corona-Tests bei der Einreise zu verzichtet wird und dabei die vielen Menschen die zu Hause bleiben ins Risiko zu setzen.


Das „Bündnis der Bürgerinitiativen - Kein Flughafenausbau - Für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr“, kurz: BBI, ist ein Zusammenschluss von mehr als 80 Initiativen. Das Bündnis streitet für die Wiedergewinnung und den Erhalt der Lebensqualität der Menschen im Rhein-Main-Gebiet. Es setzt sich für die Schaffung einer lebenswerten Region ein und fordert den Schutz der Menschen vor den schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs und erklärt sich solidarisch mit allen von Verkehrslärm betroffenen Menschen. Das Bündnis fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit der Mobilität. Die gemeinsamen Ziele sind:

  • Verhinderung des Ausbaus des Frankfurter Flughafens und anderer Flughäfen in der Region.

  • Schaffung von nächtlicher Ruhe durch ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr.

  • Schaffung von rechtlich einklagbaren Grenzen der Belastung für die Bürgerinnen und Bürger.

  • Verursachergerechte Zuordnung von Kosten auf die Luftverkehrsindustrie; Stopp der Subventionen.

  • Verringerung der Flugbewegungen auf maximal 380.000 pro Jahr und Reduzierung der bestehenden Belastungen durch Fluglärm, Luftverschmutzung und Bodenverbrauch durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet.

  • Stilllegung der Landebahn Nordwest.

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